Die kleinen Bahnen von Bing in der Spurweite 00 sind als Vorgänger der Märklin und Trix Modelle anzusehen. Ein Kreis von Leuten sammelt auch in Berlin diese Stücke und zeigt sie auf Ausstellungen im Fahrbetrieb.
Die Bing Tischbahn war die erste Spur 00 Eisenbahn in der Spurweite 16,5mm. Zwar hatte Märklin schon vorher die Liliput-Bahn (1912-29) als 00 – Bahn vorgestellt, aber diese führte ein Schattendasein und war von größerer Spurweite (26mm).
Richtig los ging es also mit Bing`s revolutionärer Entwicklung. Die ersten Gedanken dazu gab es wohl um 1914 schon (Greenly / Bassett-Lowke).
Bing in Nürnberg startete die Produktion zu einer Zeit der großen wirtschaftlichen Probleme in Deutschland (Inflation, Arbeitslosigkeit) und setzte den neuen Standard der 16,5mm Spur 00 (= halbe Spur 0), welche in den 50er Jahren in H0 (halb-null) umbenannt wurde. Ende des Jahres 1922 kamen 2 Startpackungen. 1923 gab es 5 weitere Sets. Es gab zu Anfang nur Uhrwerk – Lokomotiven und ab November 1924 auch elektrische Maschinen mit Allstromantrieb (max. 8 Volt). Sowohl das Miniatur-Uhrwerk, als auch die kleinen Elektromotore stellten damals technische Höchstleistungen dar. Fanden sie doch Platz in Loks, die nur noch halb so groß waren, wie bisher.
Bing Uhrwerkpackung für den englischen Markt aus den 20er Jahren:
Eine andere Packung für England elektrisch:
und die entsprechende für den amerikanischen Markt:
mit Kuhfängerlok:
Nachdem Bub ab ca. 1931/32 die Bing-Artikel anfänglich fast unverändert weiter produziert hatte, entwickelten sie neue Modelle auf abgewandeltem Böschungsgleis:
darunter auch Funktionsbahnen wie die Bub Ausweichbahn:
obwohl Bub vorher (in den 20er Jahren) selbst eine ähnliche Böschungsbahn in etwas größerer Spur (22mm, etwas kleiner als die Spätere Spur “S”) im Programm hatte:
Noch vor dem Krieg wurde die Bub-Uhrwerkbahn mit verstellbarem “Superantrieb” in Spur 00 (H0) entwickelt und nur kurz produziert. Sie ist daher heute extrem selten, macht sich aber auf einem alten Tisch sehr gut:
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Das MMM 2012 wird im Juni wieder die zentrale Anlaufstelle für alle Märklin Insider sein. Mit einer Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin – bei der wir wieder mal einmalige Märklin Schaustücke im Betrieb zeigen werden – können wir wieder hochkarätig besetzte Vorträge anbieten. Abgerundet wird das Event durch verschiedene Führungen im ganzen Stadtgebiet. Highlight für alle Freunde des MMM ist auch in diesem Jahr natürlich der Stammtisch im Max & Moritz, mitten im schönen Kreuzberg.